LadyLight ... klein, aber SUPER fein und:
... auf zur Neuen Thüringer Hütte – hieß das Motto dieser Veranstaltung

Am ersten Juliwochenende 2016 wurde der jährlich feststehende Termin des Hüttengeburtstages der Neuen Thüringer Hütte (NTH) e.V. zum Anlass, die Frauen der Sektion zum Wandern einzuladen ... Aber der Reihe nach: die Ausschreibung auf der Homepage des DAV Weimar klang verlockend und so machten sich wir drei Ladies, die Zeit, Muse und Sekt dabeihatten, auf den Weg ins wunderschöne Habachtal.

Mit männlicher Begleitung: Balu, mein Weimaraner war auch mit. Er ließ sich von uns drei Ladies ausgiebig verwöhnen mit Streicheleinheiten. Er hat aber auch das mehrfache der Strecke "abgearbeitet", weil er seiner Verantwortung, sich um das Rudel zu kümmern, nachgekommen ist. Abends lag er breit und ruhig unter der Bank ☺ so erlebe ich ihn selten.

Conny hat mal (schnell) noch Visite gemacht und dann sind wir – Ramona war die andere in der Runde – Freitag 7:30 Uhr ganz geruhsam in Weimar gestartet. Angekommen im Habachtal ließen wir uns erstmal einen Kaffee in Brunos Hotel munden, um dann via Smaragdexpress zur Pension Alpenrose zu gelangen. So hatten wir Zeit, auch noch einen schönen Schwatz mit den Apoldaer Bergfreunden zu machen. Dort haben wir erfahren, dass Stephan, der erste Vorsitzende des NTH e.V. auch im Aufstieg ist. Ich kenne ihn ja nunmehr seit 20 Jahren, weshalb ich einen (Kontroll-)Blick in der Alpenrose machte UND: ... richtig: da saß er und pflegte die Freundschaften im Tal und darüber hinaus ☺ Meine zwei Mitstreiterinnen durften erfahren, was es heißt, Stephan zu treffen: Es gibt IMMER und VIELE Gründe, einen Schnaps zu trinken UND es wird viel gelacht. So "präpariert" sind wir in den Aufstieg und haben in aller Ruhe den langen Weg genommen. Nach den zwei (es waren wirklich nur zwei) Stärkungsobstlern ging es dann mit entsprechend weichen Knien auf zur Neuen Thüringer Hütte, die just an diesem Wochenende das 90jährige Jubiläum der Thüringer Hütte (1926 von einem Sektionenverbund von 10 Thüringer Alpenvereinssektionen gebaut) feierte. Das Wetter und die alpine Landschaft zeigten sich uns von ihrer allerschönsten Seite und wir ließen uns von Murmeltieren, Kühen und Schafen auf unserem steten Weg nach oben begleiten. Reißende Bäche, in denen die Bergstiefel ihre Wasserfestigkeit beweisen konnten, und ein steiler serpentinenreicher Pfad brachten uns ganz schön ins Schwitzen, dafür entschädigte ein immer grandioser werdendes Gletscherpanorama für alle Anstrengungen. Naja der Begriff „leichte Bergwanderung“ liegt halt doch im Ermessen des Betrachters. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichten wir endlich die NTH und wurden auf das Allerherzlichste von Traudi, der Hüttenwirtin, und Stephan, dem Vereinschef, begrüßt. Der hatte uns mit seiner Andrea über den kurzen Weg des Noitroi-Steigs überholt ohne einzuholen.

Der Weg zieht sich wegen Sauerstoffknappheit hin, wenn frau morgens noch auf 260 mNN war und am Abend auf 2.240 mNN ankommen will. Aber das Motto war: In der Ruhe liegt die Kraft = gesund und gut gelaunt ankommen ist das wichtigste! Es folgte ein entspannter Hüttenabend ... Balu und ich hatten das Separee im Keller = den Winterraum reserviert, die Ladys nächtigten würdevoll im Zimmer.

Am Samstag sind wir dann zum Larmkogel aufgestiegen, ABER es zogen Wolken rein. Wir sind letztlich alle Schneefelder, die noch da waren, gegangen, was für meine Gäste und mich eine schöne Übung für ruhiges Gehen mit bewusstem Setzen der Füße war. Der Gipfel war (natürlich) wieder frei, als wir auf halber Strecke zurückblickten ... wir sollen nächstes Jahr noch einmal kommen!

Connys Erleben des Tages ☺: Am nächsten Morgen oder doch eher Mittag, es hieß schließlich Genusswanderung in der Ausschreibung, gen Larmkogel, der unser oder eher mein erster Dreitausender werden sollte. Das Gelände wurde immer steiler, die Aussicht immer besser, allerdings trübten zunehmend Wolken die Sicht. An den ersten größeren und steileren Schneefeldern lernte ich als Bergsteigernovizin erstmal meine Angst zu überwinden und tapfer hinter Anita her zu stapfen, voll konzentriert und ohne Blick für die imposante Umgebung. Eine Rutschpartie von Ramona endete mit einem Stockbruch, aber glücklicherweise ohne weitere Blessuren. Kurz vor dem Gipfel holte uns die Realität in Form von Regen und näherkommenden Donner ein und wir beschlossen schweren Herzens umzukehren. Traudi entschädigte uns mit einem phantastischen Abendbrot.

Am Abend war die Hütte gut gefüllt mit Bergfreunden aus Thüringen und einer größeren Gruppe aus der Politik (Maik Mohring hatte geladen), aber auch der Wegewart Peter Rieder und weitere Bergfreunde aus Österreich waren da. Es war (trotzt Fußballs: Deutschland gewann zum Glück gegen Italien) ein schöner und lustiger Abend.

Connys Sonntag: Der nächste Morgen begann wie der Abend geendet hatte: mit Regen. Der Abstieg erfolgte über den Noitroi-Steig und bei einsetzendem Sonnenschein erweiterten wir den Fußmarsch bis ganz ins Tal, immer auf dem Smaragdwanderweg entlang des Habaches über Almenwiesen, vorbei an Felsen und durch Wälder, fast wie im Urlaubskatalog, nur schöner. Dabei haben wir uns vorgenommen, diese Tour auf alle Fälle zu wiederholen, vielleicht finden sich ja noch ein paar Mitwanderinnen, die Lust und Zeit haben, die gute Laune und Sekt mitbringen und was sich sonst noch so findet...

Am Sonntag sind wir dann über die Noitroi abgestiegen und haben auch noch den Smaragdweg gewandert ... 1.600 HM abwärts ☺ zum Zustand unserer Beine und Füße muss ich da nichts weiter erläutern. VIELEN DANK! an Conny, die uns gefahren hat ... hinwärts haben wir schön geschwatzt und die Rückfahrt habe ich (auf der Rückbank) fast vollständig verschlafen ☺

ICH kann nur sagen: Ladys, macht schon mal ein Kreuz in den Kalender: 1. Juliwochenende 2017, verlängert = mit Freitag = (angedacht) 30.06. bis 02.07.2017. Erste Idee: dann mal Aufstieg zur Fürther Hütte und am Samstag über die Scharte optional den Gipfel (Larmkogel = 3017 mNN) zur Thüringer Hütte sowie Sonntag Abstieg (lang oder kurz, mit oder ohne Smaragdweg) ☺ und ab in den Stau auf der BAB8 ☹ = Zeit zum Schwatzen ☺

In diesem Sinne bis zum nächsten Lady Light Tour

Conny Morgner (kursiv) und Anita Polt (der Rest)